
Die Ermittler konnten das Gebäude erst am Dienstag (12.05.) nach umfangreichen Sicherungsarbeiten betreten.
Zufallsfund
Am frühen Sonntagmorgen (10.05.) bemerkten Zeugen dichte Rauchwolken über dem Waldgebiet oberhalb des Eiserfelder Naturfreibades. Die Feuerwehr rückte zu einem stillgelegten Betriebsgebäude im Bereich der ehemaligen Zeche „Kaiserschacht“ aus. Um den Brand zu löschen, mussten sich die Einsatzkräfte gewaltsam Zugang zu der verschlossenen Halle verschaffen. Während der Löscharbeiten stießen die Beamten dann überraschend auf eine professionell wirkende Cannabis-Plantage.
Penetranter Hanf-Geruch
Wegen der enormen Hitzeentwicklung war die Statik des Gebäudes zunächst unklar, weshalb die Polizei die Halle nicht sofort untersuchen konnte. Erst nachdem das Bauamt genügend Schutt abgetragen hatte, war der Zutritt für die Kriminalpolizei am heutigen Dienstag sicher möglich - sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage von Radio Siegen. In den Räumlichkeiten stellten die Beamten eine hohe dreistellige Anzahl an Cannabis-Pflanzen sicher. Der typische Hanf-Geruch ist nach dem Feuer laut Polizeiangaben bereits aus der Ferne deutlich wahrnehmbar.
Stand der Ermittlungen
Erste Untersuchungen zur Brandursache deuten nach aktuellem Stand auf einen technischen Defekt hin. Wer hinter der professionellen Anlage steckt und wem die Pflanzen gehören, ist derzeit noch völlig unklar. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu den möglichen Hintermännern laufen auf Hochtouren. Zur genauen Höhe des entstandenen Sachschadens am Gebäude können die Behörden momentan noch keine Angaben machen.