
Die FDP hat am Nachmittag (Mittwoch, 11.2.2026) im Siegener Rat reichlich Kritik kassiert. Sie hatte den Antrag gestellt, das Anbringen von Wahl- und Veranstaltungsplakaten unter anderem an Laternenmasten im gesamten Stadtgebiet Siegen zu verbieten. Bürgermeister Tristan Vitt wies darauf hin, dass das rechtswidrig wäre. Nachdem sich abzeichnete, dass die FDP bei einer Abstimmung keine Mehrheit für ihren Antrag bekommen würde, waren die Liberalen einverstanden, das Thema nichtöffentlich im Ältestenrat zu besprechen. Denn klar ist: viele Parteien haben sich bei ihrer Plakatwerbung für die Kommunalwahl im vergangenen Jahr im Stadtgebiet Siegen nicht an die Spielregeln gehalten, die untereinander verabredet wurden.
Land NRW übernimmt einige alte Schulden
Das Land NRW will den Kommunen finanziell unter die Arme greifen. Seit vergangenem Sommer gilt das Altschuldenentlastungsgesetz. Es soll stark verschuldete Städte und Gemeinden von alten Krediten entlasten, damit sie wieder handlungsfähig werden.
Die Stadt Siegen erhält daraus insgesamt knapp 65 Millionen Euro. Kämmerer Wolfgang Cavelius erklärte am Nachmittag im Rat, dass das Land Anfang März rund 58 Millionen Euro aus sechs alten Krediten der Stadt direkt übernimmt. Weitere sieben Millionen Euro werden der Stadt überwiesen.
Durch diese Entlastung muss Siegen in diesem Jahr etwa 800.000 Euro weniger Zinsen zahlen. Laut Cavelius ist der finanzielle Vorteil aber in zwei bis drei Jahren voraussichtlich wieder aufgebraucht.