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Kein FSME-Anstieg im Siegerland
© Canva (Symbolbild)
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Kein FSME-Anstieg im Siegerland

Mit den steigenden Temperaturen im Frühling werden Zecken im Siegerland wieder aktiv und können gefährliche Krankheiten übertragen. Während bundesweit die Fallzahlen steigen, bleibt die Lage in den Krankenhäusern bei uns aktuell stabil.

Veröffentlicht: Montag, 20.04.2026 06:11

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Lokale Mediziner geben für den derzeit Entwarnung, mahnen aber dennoch zur Aufmerksamkeit bei Ausflügen in die Natur.

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Die Lage im Siegerland

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Eine Umfrage von Radio Siegen unter den lokalen Siegerländer Krankenhäusern zeigt, dass es bei uns aktuell keine Häufung von FSME-Fällen gibt. Sowohl das Diakonie Klinikum Jung-Stilling als auch das Klinikum Siegen bestätigen, dass die Fallzahlen auf einem niedrigen Niveau stabil bleiben. Auch in der DRK-Kinderklinik Siegen wurden in den letzten zwei Jahren keine entsprechenden Erkrankungen verzeichnet. Experten führen dies unter anderem auf eine möglicherweise bereits hohe Impfrate in der Bevölkerung zurück. Dennoch sind die Kliniken in der Region auf die Diagnostik und Behandlung von durch Zecken übertragenen Krankheiten vorbereitet.

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Gefahren durch FSME und Borreliose

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Deutschlandweit ist die Zahl der FSME-Erkrankungen im Jahr 2024 auf 686 Fälle gestiegen, was den zweithöchsten Wert seit Beginn der Erfassung darstellt. Laut dem Statistischen Bundesamt starben im selben Jahr 24 Menschen an den Folgen eines Zeckenstiches, wobei 15 Todesfälle auf Borreliose und neun auf FSME zurückzuführen waren. Während FSME eine Viruserkrankung ist, die Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhaut auslösen kann, handelt es sich bei Borreliose um eine bakterielle Infektion. Ein typisches Anzeichen für Borreliose ist die sogenannte Wanderröte, eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle. Während Borreliose gut mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es gegen das FSME-Virus kein direktes Medikament.

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Vorsorge und richtiges Handeln

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Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, empfehlen Mediziner das Tragen von langer und heller Kleidung bei Aufenthalten im Wald oder auf Wiesen. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich nach den kleinen Spinnentieren abgesucht werden. Falls eine Zecke entdeckt wird, sollte diese schnellstmöglich mit einer Pinzette oder einer Zeckenkarte hautnah gefasst und langsam herausgezogen werden. Wichtig ist dabei, die Zecke nicht zu quetschen und keine Hausmittel wie Öl oder Kleber zu verwenden. Eine Impfung bietet zudem einen sehr guten Schutz gegen FSME, schützt jedoch nicht vor einer Borreliose-Infektion.

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