
Die Stadt Siegen hat eine erste Bilanz zur neuen “Anlaufstelle Sicherheit” am ZOB vorgelegt. Es gibt sie jetzt knapp vier Monate. Die Zahlen zeigen: Das Angebot wird regelmäßig genutzt und erfüllt die Erwartungen der Stadtverwaltung. Seit der Eröffnung im Oktober haben die Mitarbeitenden der Anlaufstelle insgesamt rund 450 Vorsprachen gezählt – eine konstante Nachfrage, Monat für Monat. Besonders auffällig: Die meisten Menschen kommen am Nachmittag und frühen Abend vorbei, also zwischen 14 und 19 Uhr. Viele Anliegen lassen sich direkt klären – von Fragen zu Zuständigkeiten bis hin zu Fundsachen oder kleineren Problemen rund um den Busbahnhof. Nur nachts bleibt es meist ruhig, hier kommen nur vereinzelt Menschen vorbei, oft wegen akuter Situationen oder Unterstützungsbedarf. Die Stadt sieht sich damit auf dem richtigen Weg.
Niedrigschwelliges Angebot
Ein Blick in die Statistik zeigt, warum Bürgerinnen und Bürger die Anlaufstelle am ZOB aufsuchen: Ganz oben stehen Fundsachen, gefolgt von Fragen zur Ordnung in der Innenstadt – etwa zu Müll oder Nutzung des öffentlichen Raums. Dazu kommen Hinweise auf kleinere Vorfälle im Bereich des Busbahnhofs, aber auch soziale Anliegen, bei denen Menschen Unterstützung brauchen. Viele Gespräche sind reine Beratungen oder Vermittlungen, die direkt vor Ort geklärt werden können. Die Stadt sagt: Genau das sollte die Anlaufstelle leisten – ein niedrigschwelliges Angebot, das hilft, bevor Probleme größer werden.
Öffnungszeiten etwas verkürzen
Auch organisatorisch zieht die Stadt eine positive Zwischenbilanz: Die verlängerten Öffnungszeiten – bis 22 Uhr unter der Woche und bis 2 Uhr am Wochenende – werden seit Januar vollständig umgesetzt. Einziger Haken: Für Vor- und Nachbereitungen blieb im Dienstplan kein Platz, das verursacht aktuell Überstunden. Darum will die Verwaltung die Öffnungszeiten künftig um jeweils 15 Minuten verkürzen. Grundsätzlich aber passt das Konzept: Eine feste Anlaufstelle ergänzt die Innenstadtstreife, sorgt für Sichtbarkeit und bietet schnelle Hilfe. Im Frühjahr rechnet die Stadt mit mehr Betrieb – dann soll erneut berichtet werden.