Anzeige
Mehrweg an der Uni Siegen - seit zehn Jahren ein Erfolg
© Canva (Symbolbild)
Teilen:

Mehrweg an der Uni Siegen - seit zehn Jahren ein Erfolg

Die Universität Siegen setzt zum Start des Sommersemesters verstärkt auf nachhaltige Mehrweg-Lösungen in ihren Mensen und Cafeterien. Durch das digitale System werden jährlich hunderte Kilogramm Müll eingespart und wichtige Ressourcen geschont.

Veröffentlicht: Montag, 20.04.2026 04:45

Anzeige

Hintergrund ist das Ziel der Hochschule, Einwegbecher und Plastikmüll bereits seit einem Jahrzehnt komplett vom Campus zu verbannen.

Anzeige

Erfolgreiche Bilanz

Anzeige

Bereits seit April 2016 gibt es an der Universität Siegen keine Pappbecher mehr für Heißgetränke zum Mitnehmen. Zunächst wurden diese durch klassische Porzellantassen ersetzt, um die Umwelt nachhaltig zu schonen. Allein durch diese Maßnahme konnten pro Jahr rund 200.000 Einwegbecher und 100.000 Plastikdeckel eingespart werden. Später folgten Pfandbecher, doch das Pfand von 50 Cent war für viele Nutzer offenbar zu gering. Inzwischen hat sich das System weiterentwickelt und ist fester Bestandteil des Uni-Alltags geworden. Zum Start des neuen Sommersemesters wird das Angebot in den Gastro-Bereichen wieder intensiv genutzt.

Anzeige

Digitales System aus TV

Anzeige

Heute setzt die Uni Siegen auf ein modernes Mehrweg-System eines jungen Unternehmens. Diese Geschäftsidee wurde im September 2020 in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt gemacht. Die Schüsseln, Teller und Becher werden bei der Ausgabe digital gescannt und dem jeweiligen Nutzer zugeordnet. So ist jederzeit klar, wer welches Geschirrteil gerade ausgeliehen hat. Innerhalb von zehn Tagen müssen die Behältnisse an den Rückgabestationen wieder abgegeben werden. Das System sorgt dafür, dass die wertvollen Ressourcen im Kreislauf bleiben und nicht im Müll landen.

Anzeige

Konsequenzen bei Nicht-Rückgabe

Anzeige

Wer die ausgeliehenen Mehrwegartikel nicht rechtzeitig zurückbringt, erhält zunächst eine freundliche Erinnerung. Falls die Rückgabe trotzdem ausbleibt, wird eine Gebühr von bis zu zehn Euro fällig. Dieses Vorgehen hat sich in der Praxis bewährt und sorgt für eine hohe Rücklaufquote des Geschirrs. Elmar Köninger, der Gastro-Leiter der Universität, zieht auf Nachfrage von Radio Siegen eine sehr positive Bilanz für das Projekt. Laut seiner Einschätzung funktioniert der digitale Ablauf bestens und wird von den Studierenden gut angenommen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige