
In mehr als einem Dutzend nordrhein-westfälischer Städte sind in diesem Jahr Ostermärsche geplant. Sie stünden vor allem unter dem Eindruck der Kriege in der Ukraine und in Nahost, erklärte das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn. Die größte Veranstaltung in NRW ist der am Samstag (4.4.2026) startende traditionelle dreitägige Ostermarsch Rhein-Ruhr von Duisburg nach Dortmund. Weitere Ostermärsche am Samstag sind unter anderem in Münster, Düren, Wuppertal, Bonn, Bielefeld, Düsseldorf und Köln geplant.
Kundgebung im Herrengarten
Unter dem Motto „Wehrpflicht – Sozialabbau – Kriegstüchtigkeit: Wir sagen NEIN!“ ruft das Siegener Friedensbündnis „Nein zum Krieg“ am Karsamstag (4.4.2026) um 12 Uhr im Herrengarten in Siegen zu einer Kundgebung im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche auf. Neben politischen Redebeiträgen soll die Veranstaltung auch Raum für gemeinschaftliches Erleben bieten: geplant sind Friedenslieder und Mitmachtänze, die Besucherinnen und Besucher aktiv einbeziehen und den Gedanken eines solidarischen Miteinanders stärken sollen.
Bundesweit sind nach Angaben der Friedenskooperative rund 100 Demonstrationen geplant. 2025 hätten sich insgesamt mehr als 40.000 Menschen an den Ostermärschen beteiligt, deutlich mehr als in den vorherigen Jahren. Angesichts der aktuellen Weltlage könnten es in diesem Jahr noch mehr Teilnehmer werden, sagte ein Sprecher.