
Die Entscheidung war für den Monat März angekündigt – jetzt liegt sie vor: im Umfeld der Obernautalsperre bei Brauersdorf dürfen acht Windkraftanlagen gebaut werden. Das hat Kreis-Umweltdezernent Arno Wied am Montagnachmittag (16.3.2026) in der Sitzung des Kreis-Umweltausschusses mitgeteilt. Die Anträge für vier weitere Windräder in diesem Bereich sind abgelehnt worden. Begründet wird das mit dem Trinkwasserschutzgebiet für die Obernautalsperre.
BI-Mitglieder zeigten Flagge
Rund 30 Mitglieder der Bürgerinitiative „Windkraftfrei Si-Wi-Obernau“ drängten sich im kleinen Sitzungssaal im 13. Stock des Kreishauses an der Koblenzer Straße. Nachdem Arno Wied die Entscheidung kurz und bündig mitgeteilt hatte, verließen die Windkraftgegner den Saal. Investor des geplanten Windparks an der Obernautalsperre ist das Unternehmen Wittgenstein Wind aus Bad Laasphe. Die geplanten Standorte der rund 280 Meter hohen Windräder vom Typ Vestas V 172 liegen östlich der Talsperre oberhalb von Beienbach, Grissenbach und Nenkersdorf.
Genehmigungen auch für Burgholdinghausen
Arno Wied teilte in der Sitzung eine weitere Entscheidung des Kreises Siegen-Wittgenstein in Sachen Windkraft mit: das Düsseldorfer Unternehmen „Grünwerke“ hat die Genehmigung für den Bau von vier Windrädern im Wald bei Burgholdinghausen erhalten. Die Anlagen vom Typ Enercon E 175 EP5 E2 haben eine Gesamthöhe von 250 Metern.
